Hintergrund
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    Der Aschermittwoch markiert nicht nur das Ende der Karnevalszeit und den Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit bis Ostern, sondern wird vielfach auch für politische Aschermittwochs-Veranstaltungen genutzt. Landauf und Landab nehmen Parteien und Politiker die Bühne zum Anlass,  Politik mit einer Prise Humor zu betrachten und nicht zuletzt die politischen Mitbewerber mit markigen Worten aufs Korn zu nehmen.

    Dass ein „Politischer Aschermittwoch“ auch im Norden funktionieren kann und keine rein süddeutsche Tradition ist, bewiesen dabei die CDU-Stadtverbände Bad Fallingbostel und Walsrode, die gemeinsam mit der Jungen Union Heidekreis, bereits zum dritten Mal eine solche Veranstaltung durchführten. Im Hof der Heidmark in Bad Fallingbostel konnte der JU Kreisvorsitzende, Timo Albeshausen, den neuen Generalsekretär der CDU Niedersachsens, Kai Seefried, MdL, als Festredner begrüßen.

    Albeshausen machte klar, dass die Idee der Veranstaltung nicht die sei, die anderen politischen Parteien mit platten Sprüchen zu attackieren, sondern eher das feinere Florett zu fechten und vor allem Raum zum Gedankenaustausch sowie für ernsthafte Anregungen zu bieten.



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13.02.2018 | Silvia Hermann, Walsroder Zeitung
Politischer Aschermittwoch von JU und CDU in Bad Fallingbostel
Generalsekretär der CDU in Niedersachsen Kai Seefried in der „politischen Bütt“
Der Aschermittwoch markiert nicht nur das Ende der Karnevalszeit und den Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit bis Ostern, sondern wird vielfach auch für politische Aschermittwochs-Veranstaltungen genutzt. Landauf und Landab nehmen Parteien und Politiker die Bühne zum Anlass,  Politik mit einer Prise Humor zu betrachten und nicht zuletzt die politischen Mitbewerber mit markigen Worten aufs Korn zu nehmen.

Dass ein „Politischer Aschermittwoch“ auch im Norden funktionieren kann und keine rein süddeutsche Tradition ist, bewiesen dabei die CDU-Stadtverbände Bad Fallingbostel und Walsrode, die gemeinsam mit der Jungen Union Heidekreis, bereits zum dritten Mal eine solche Veranstaltung durchführten. Im Hof der Heidmark in Bad Fallingbostel konnte der JU Kreisvorsitzende, Timo Albeshausen, den neuen Generalsekretär der CDU Niedersachsens, Kai Seefried, MdL, als Festredner begrüßen.

Albeshausen machte klar, dass die Idee der Veranstaltung nicht die sei, die anderen politischen Parteien mit platten Sprüchen zu attackieren, sondern eher das feinere Florett zu fechten und vor allem Raum zum Gedankenaustausch sowie für ernsthafte Anregungen zu bieten.

Politische Aschermittwochs-Veranstaltungen und der politische Teil des Karnevals allgemein seien Ausdruck einer lebendigen Demokratie. Diese Veranstaltungen, gepaart mit der Gabe, den Mitbewerber auch mal mit Humor zu betrachten, gehören zum demokratischen Miteinander  und würden  Demokraten von politischen Extremisten und Demagogen unterscheiden.

Diesem Anspruch wurde Kai Seefried in der politischen Bütt und mit seiner gut dreißig minütigen Rede auch mehr als gerecht. Mit einem Augenzwinkern unternahm er einen launigen Parforceritt durch die letzten Monate des alten Jahres, die durch die Wahlkämpfe in Land und Bund gekennzeichnet waren. Er verteilte dabei auch einige Seitenhiebe auf die Bundespolitik und die politischen Mitbewerber der Union auf Bundesebene. Während man im Land Niedersachsen, obwohl hier drei Wochen später gewählt wurde, schon längst erfolgreich eine Landesregierung gebildet habe, warte die gesamte Republik mit täglich größer werdender Ungeduld und Unzufriedenheit auf eine neue und vollends handlungsfähige Regierung.

Die Lacher auf seiner Seite hatte Seefried, als er mitten in seinem Vortrag eine Briefträgeruniform überstreifte und in die Rolle eines Postmitarbeiters schlüpfte. Er habe in seiner Posttasche so einige Briefe, die er noch nicht zu gestellt habe. „Briefträger Seefried“ verlas daraufhin einige der fiktiven Briefe, von denen einer an den Juso- Bundesvorsitzenden, Kevin Kühnert gerichtet, war, mit ironischem O Ton: „Man kann in eine Partei eintreten, um etwas für das Land zu bewegen, man kann aber natürlich auch dafür werben,  in eine Partei eintreten, um etwas zu verhindern“. Und hatte damit eindeutig die Eintrittskampagne „kontraGroKo“ im Sinn, die alles andere als gestaltend und am Wählerwillen orientiert sei.  Ein anderer Brief kam von einem niedersächsischen Wolf an den Präsidenten der niedersächsischen Landesjägerschaft, Helmut Damann-Tamke, in dem Isegrim über die neue Rolle der Wildschweine und die zugleich schwer einzuordnende Haltung der Verantwortlichen ihm selbst gegenüber sinnierte.

Für Lacher und gute Stimmung sorgte einmal mehr Oliver Hofmann. Der Autor aus Schneverdingen gab einige seiner, in Buchform aufgelegten Geschichten zum Besten. Neben politischen Themen legte er seinen Fokus dabei auch auf alltägliche Erlebnisse  im Leben eines Familienvaters und Mannes. Auf humorvoll-unterhaltsame Art und Weise beschrieb er, wie ein Schwimmbadbesuch mit Kind und Kegel zu einem einschneidenden Erlebnis werden oder das gemeinsame Erdbeerpflücken mit den Kindern in eine – sehr spezielle - Revolution einmünden kann.

aktualisiert von Bollack, 27.02.2018, 08:18 Uhr